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Il respiro del faggio
Zwischen Universitäten, Arkaden und Gasthäusern scheint Bologna ein Versprechen des Glücks zu sein: gebildet, einladend, jung. Doch jede Stadt hat einen Schatten, und der emilianische ist dichter als die Illusionen, die sie schützen. Als eine wohlhabende ältere Dame brutal in ihrer Wohnung mit wenigen Anzeichen eines Kampfes aufgefunden wird und ein ausländischer Junge, Mihai, von einem Gerüst am Stadtrand stürzt, folgt die Berichterstattung vorhersehbaren Gleisen: ein Sohn auf der Flucht aus einer psychiatrischen Klinik, ein Arbeitsunfall. Alles zu einfach. Nicht für den Hauptkommissar Antonio Petrella, einen desillusionierten Beamten mit einer Vergangenheit im G8-Genf, und auch nicht für Vera Rotari, die genug italienisch ist, um sich zu Hause zu fühlen, und genug moldawisch, um eine perfekte Dolmetscherin zu sein. Ihre Ermittlungen verlaufen parallel: er gräbt in den Schattenbereichen der relevanten Salons; sie folgt den Spuren von Mihai, von Baustellen am Stadtrand bis zu den Spielhöllen in der Romagna. Doch die beiden Spuren sind dazu bestimmt, sich zu kreuzen, wie in der Vergangenheit, als Vera ein kleines Mädchen mit einem zu erneuernden Ausweis war und Antonio der erste Polizist, der ihr geholfen hat. Unter einem bleigrauen Himmel verwandelt sich die Untersuchung in etwas mehr: einen Grenzübertritt, zwischen dem, was man war, und dem, was man wird.
Fabio Rodda schafft einen Noir, der über die Untersuchung hinausgeht und mit lebendigem Realismus die Schattierungen einer zeitgenössischen Stadt und ihrer Protagonisten zeigt, die in einer Gegenwart schwebt, die die Vergangenheit hinter sich lassen möchte, aber riskieren könnte, zu zerbrechen, bevor es morgen ist.
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