Die so genannte casera a gradoni (wortwörtlich „Berghütte mit Stufen“) ist heutzutage sehr selten: In der Provinz Belluno findet man es noch nur in der Umgebung von Sovramonte und Pedavena; ihr Vorhandensein wurde auch in den Bellunesischen Voralpen festgestellt. Diese Struktur ist wahrscheinlich germanischer Herkunft und verbreitete sich in dieses Gebiet in der zweiten Hälften des 12. Jahrhunderts, als Feltre und Belluno zum Heiligen Römischen Reich gehörten. Diese Berghütte wurde als Stall und Heuboden benutzt. Sehr besonders sind die Stufen (auf Dialekt scalinèle), welche den Giebel charakterisieren und damals das Stroh vor Wasser und Wind schützten, mit dem das Dach bedeckt war. Außerdem konnte man durch diese Stufen das Dach für Reparaturen usw. leichter erreichen.